Anstieg chinesischer Investitionen in deutsche KMU absehbar

Mit einem Startkapital von ca. einer Mrd. USD (890 Mio. EUR) soll ein Fonds in kleine und mittlere deutsche Unternehmen investieren.

Als Investitionsschwerpunkte des neuen, sogenannten „Industrie 4.0 Fonds“ werden intelligente Herstellung, Spitzentechnologien, moderne Werkstoffe und Medizintechnik genannt. Beteiligungen kommen vor allem aus chinesischen Staatsfonds und über Investoren aus dem Nahen Osten.

Motivationen des Vorhabens sind eng mit Entwicklungen in der deutschen Wirtschaft, vor allem mit der Industrie 4.0, verknüpft. Die Gründung fand im vergangenen Jahr, nach Vereinbarung einer Innovationspartnerschaft zwischen Deutschland und China, statt. Gründervater Cai Hongping selbst war eine Zeit lang Führungskraft der Deutschen Bank in Asien.

Ein Anstieg des Interesses privater chinesischer Geldgeber an deutschen KMU ist schon seit einigen Jahren erkennbar. Einige prominente Beispiele chinesischer Beteiligungen an deutschen Unternehmen sind allgemein bekannt geworden und wurden öffentlich diskutiert. Nun tritt der chinesische Staat in Erscheinung und stellt groß angelegte Investitionen in Aussicht.

Die auf Produktion und Export getrimmte chinesische Wirtschaft kann sich also vermehrt an deutschen Unternehmen beteiligen und wird dabei von institutioneller Seite aktiv unterstützt. Durch Bereitstellung nötiger Geldmittel ist ein Anstieg von Investitionen zu erwarten, ebenso ändert sich die Verhandlungsposition chinesischer Geschäftspartner gegenüber Unternehmen. Der lange diskutierte und selten erfolgte Dialog auf Augenhöhe könnte schon bald von chinesischer Seite eingefordert werden.

Weiterführende Quellen: